Draußen & Natur

Rodeln in Wien: die besten Rodelhügel und Rodelbahnen

Der sicherste Rodelhügel Wiens steht im Prater: Die Jesuitenwiese wird ab minus zwei Grad beschneit und bis 21 Uhr beleuchtet, egal ob es geschneit hat. Dazu kommen Naturhänge wie der Cobenzl, der Rote Berg mit 280 Metern Abfahrt und die Hohe-Wand-Wiese mit fast einem halben Kilometer. Für eine echte Rodelbahn fährt man zum Semmering: drei Kilometer mit Lift, beleuchtet, Tageskarte samt Leihrodel ab 67 Euro.

Kinder rodeln in der Abenddämmerung einen verschneiten, von Laternen beleuchteten Parkhügel hinunter, dahinter die Stadt mit dem Riesenrad
Aktualisiert: Oktober 2026

Alle Rodelplätze in Wien nach Bezirk

Rodelplatz Bezirk Abfahrt Geeignet für Öffis
Jesuitenwiese 2. 30 bis 60 m, Kunstschnee, Licht bis 21 Uhr alle U2 Messe-Prater
Schweizergarten 3. kurz Kinder U1 Südtiroler Platz
Alois-Drasche-Park 4. kurz Kinder U1 Taubstummengasse
Alfred-Grünwald-Park 6. kurz Kinder U4 Kettenbrückengasse
Arne-Carlsson-Park 9. kurz Kinder Straßenbahn 37, 38
Kurpark Oberlaa 10. mehrere Hügel alle U1 Oberlaa
Löwygrube 10. steil Geübte Bus 68A
Luise-Montag-Park 11. kurz Kinder Straßenbahn 71
Roter Berg 13. rund 280 m alle Bus 54B
Hohe-Wand-Wiese 14. fast 500 m, Matten alle, Betrieb laut Betreiber Bus 450
Obere Kreuzwiese 18. breite Wiese Familien Bus 42A
Pötzleinsdorfer Schlosspark 18. lang, gleichmäßig alle Straßenbahn 41
Cobenzl 19. breiter Hang alle Bus 38A
Wasserpark 21. kurz Kinder U6 Neue Donau

Quellen: Stadt Wien (Wiener Stadtgärten), ORF Wien, Falter, news.at, mamilade, 1000things. Stand: 30. Oktober 2026.

Die Stadt führt mehr als 80 Hügel in Parks und auf Wiesen als Rodelplätze, 15 davon hat der TÜV Austria auf Sicherheit geprüft. Alle sind gratis und ohne Betriebszeiten, gerodelt wird, solange Schnee liegt. Die Ausnahme ist die Jesuitenwiese, die beschneit und beleuchtet wird.

Die Rodelhügel und Rodelbahnen im Detail

1

Jesuitenwiese im Prater

Der einzige Wiener Rodelhügel mit Schneekanonen: Sobald es minus zwei Grad hat, beschneit die Stadt den rund zehn Meter hohen Hügel an der Jesuitenwiese, die Abfahrt ist je nach Spur 30 bis 60 Meter lang. Das Flutlicht brennt bis 21 Uhr, gerodelt wird also auch nach der Schule und nach der Arbeit. Der Hügel liegt zwischen Hauptallee und Rustenschacherallee, fünf Minuten von der U2-Station Messe-Prater.

  • Jesuitenwiese, Prater, 1020 Wien
  • gratis
  • Besonderheit Kunstschnee ab minus 2 Grad, Licht bis 21 Uhr
2

Schweizergarten

Der Park zwischen Hauptbahnhof und Arsenal hat einen der innerstädtischen Hügel, die die Stadt als Rodelplatz führt. Kurz, nicht steil und für Kinder im Volksschulalter gedacht, mit der U1 bis Südtiroler Platz oder dem Hauptbahnhof in Gehweite.

  • Schweizergarten, 1030 Wien
  • gratis
  • Besonderheit Beim Hauptbahnhof
3

Alois-Drasche-Park

Der Hügel im Alois-Drasche-Park auf der Wieden ist der Rodelplatz für den 4. und 5. Bezirk, kurz und flach genug für Anfänger. Rund um den Park gibt es Bänke und ein Café, die U1-Station Taubstummengasse liegt drei Minuten entfernt.

  • Alois-Drasche-Park, 1040 Wien
  • gratis
  • Besonderheit Innerstädtisch, für Kleine
4

Roter Berg

Der Hang am Roten Berg in Hietzing ist mit rund 280 Metern eine der längsten Abfahrten in der Stadt, am oberen Ende auch steil genug für Jugendliche. Die Wiese liegt zwischen Lainzer Tiergarten und Ober St. Veit, erreichbar mit dem Bus 54B oder der Straßenbahn 60.

  • Roter Berg, Ghelengasse, 1130 Wien
  • gratis
  • Besonderheit Rund 280 Meter Abfahrt
5

Hohe-Wand-Wiese

Die Hohe-Wand-Wiese in Penzing war Wiens Skihang und ist heute ein Bikepark mit Winterbetrieb: Die Piste ist mit fast einem halben Kilometer die längste Rodelstrecke der Stadt, Teile davon sind mit Dryslope-Matten belegt, auf denen auch ohne Schnee gefahren wird. Ob Lift und Verleih in der Saison 2026/27 laufen, gibt der Betreiber im Winter bekannt; in den letzten Jahren stand der Lift oft still.

  • Mauerbachstraße 172-174, 1140 Wien
  • laut Betreiber
  • Besonderheit Fast 500 Meter, Kunststoffmatten
6

Cobenzl

Die Rodelwiese hinter dem Weingut Cobenzl ist der Klassiker für Döbling: ein breiter, langer Hang mit Blick über die ganze Stadt, der bei Schnee am Wochenende voll ist. Im Sommer Weingarten, im Winter Rodelhang. Mit dem Bus 38A bis Cobenzl, Parkplatz oben.

  • Hinter Weingut Cobenzl, Am Cobenzl 96, 1190 Wien
  • gratis
  • Besonderheit Rodeln mit Stadtblick
7

Pötzleinsdorfer Schlosspark

Der Hang im Pötzleinsdorfer Schlosspark in Währing ist lang und gleichmäßig, mit Wiese und alten Bäumen, und gilt als einer der schönsten Rodelplätze im Westen. Die Straßenbahn 41 endet direkt vor dem Park.

  • Pötzleinsdorfer Schlosspark, Geymüllergasse, 1180 Wien
  • gratis
  • Besonderheit Straßenbahn 41 bis vor den Park
8

Obere Kreuzwiese am Schafberg

Die Obere Kreuzwiese am Schafberg in Währing ist eine offene Wiese mit mehreren Spuren nebeneinander und Platz für Familien mit mehreren Kindern. Im Sommer Liegewiese neben dem Schafbergbad, im Winter Rodelhang, mit dem Bus 42A erreichbar.

  • Obere Kreuzwiese, Schafberg, 1180 Wien
  • gratis
  • Besonderheit Breite Wiese, mehrere Spuren
9

Kurpark Oberlaa

Der Kurpark Oberlaa in Favoriten hat die weitläufigsten Hänge im Süden der Stadt, mit mehreren Hügeln verschiedener Länge und der U1-Station Oberlaa am Eingang. Dazu die Löwygrube am Laaer Berg, ein steilerer Hang für Geübte.

  • Kurpark Oberlaa, Kurbadstraße, 1100 Wien
  • gratis
  • Besonderheit Mehrere Hügel, U1 bis Oberlaa
10

Wasserpark Floridsdorf

Der Wasserpark an der Alten Donau ist der Rodelplatz für Floridsdorf: kleine Hügel am Ufer, kurz und für Volksschulkinder passend, mit der U6-Station Neue Donau in Gehweite. Zum Aufwärmen gibt es die Lokale an der Alten Donau.

  • Wasserpark, 1210 Wien
  • gratis
  • Besonderheit An der Alten Donau, U6
11

Erlebnisrodelbahn Zauberberg Semmering

Die nächste Rodelbahn mit Lift: drei Kilometer vom Ausstieg der Kabinenbahn am Hirschenkogel über Kurven und Tunnel zurück zur Talstation, abends beleuchtet. In der Saison 2025/26 lief der Betrieb von 28. November bis 8. März, täglich 9 bis 16 Uhr, danach wird die Bahn für den Nachtbetrieb präpariert. Nachtrodeln von 18 bis 21 Uhr, Anfang Dezember bis Weihnachten Donnerstag bis Samstag, zwischen 25. Dezember und 10. Jänner täglich, mit Alkoholverbot. Die Tageskarte samt Leihrodel kostete ab 67 Euro. Eine Stunde ab Wien, auch mit dem Zug.

  • Hochstraße 14, 2680 Semmering
  • Tageskarte mit Leihrodel ab 67 € (2025/26)
  • Besonderheit 3 km mit Lift, Nachtrodeln
12

Erlebnisalm Mönichkirchen

Die Erlebnisalm am Wechsel hat neben den Pisten eine Rodelbahn vom Sessellift hinunter und seit 2021 eine Verleih- und Servicestation direkt neben der Talstation, nach Jahren mit Engpässen beim Verleih. Die Liftpreise sind dynamisch und ändern sich mit Wetter und Buchungslage, Tageskarten gab es zuletzt ab rund 35 Euro. Gut eine Stunde über die A2.

  • Erlebnisalm, 2872 Mönichkirchen
  • +43 2649 20906
  • dynamische Preise, ab ca. 35 €
  • Besonderheit Verleih an der Talstation
13

Rodelbahn Annaberg

Die Annaberger Lifte im Mostviertel haben eine rund 800 Meter lange Rodelbahn neben den zehn Pisten, mit sechs Liften und dynamischen Preisen wie in Mönichkirchen. Knapp zwei Stunden ab Wien, dafür schneesicherer als alles, was näher liegt.

  • Annaberger Lifte, 3222 Annaberg
  • dynamische Preise
  • Besonderheit Rund 800 Meter, schneesicher

Die Wiener Rodelhügel auf der Karte

Die Karte zeigt die zehn Wiener Hügel. Semmering, Mönichkirchen und Annaberg liegen 80 bis 130 Kilometer südwestlich.

Kunstschnee, Flutlicht und Kunststoffmatten

Die Jesuitenwiese ist der einzige Wiener Rodelhügel, auf den man sich verlassen kann: Die Stadt hat Schneekanonen aufgestellt, die ab minus zwei Grad laufen, und der rund zehn Meter hohe Hügel wird bis 21 Uhr mit Flutlicht beleuchtet. Die Abfahrt ist je nach Spur 30 bis 60 Meter lang, also kurz, aber bei kaltem Wetter auch dann befahrbar, wenn sonst in der Stadt kein Schnee liegt. An kalten Wochenenden ist der Hügel ab dem späten Vormittag voll, unter der Woche nach 17 Uhr leer.

Die zweite Technik gegen den grünen Winter steht auf der Hohen-Wand-Wiese in Penzing: Dryslope-Matten aus Kunststoff, auf denen Ski, Snowboard und Rodel auch ohne Schnee rutschen. Der frühere Skihang mit fast einem halben Kilometer Länge wird vom Betreiber des Bikeparks geführt, der Lift lief in den letzten Wintern nur an wenigen Tagen. Ob und wann der Winterbetrieb 2026/27 läuft, steht auf der Betreiberseite.

Alle anderen Hügel brauchen Naturschnee. In Wien fällt der im Schnitt an 20 bis 30 Tagen im Winter und bleibt in den Parks selten länger als drei Tage liegen. Die Hänge am Stadtrand, Cobenzl, Roter Berg und Schafberg, liegen 100 bis 200 Meter höher als die Innenstadt und halten den Schnee ein bis zwei Tage länger.

Was in Wien erlaubt ist

Rodeln ist in allen städtischen Parks erlaubt, wo es Hügel gibt, Rodelstraßen sperrt die Stadt seit Jahren keine mehr. Wer auf Straßen rodelt, haftet selbst. In den Parks gilt: Auslauf freihalten, nicht quer zur Spur gehen, Kinder unter sechs Jahren rodeln mit einem Erwachsenen am Bob. Schlitten und Bobs sind auf der Jesuitenwiese erlaubt, Rodeln mit Lenkung und Kufen aus Metall auf den kurzen Parkhügeln ungünstig, weil sie zu schnell werden.

Zum Aufwärmen bieten sich neben dem Prater das Schweizerhaus-Gelände mit dem Wintermarkt am Riesenradplatz an, am Cobenzl das Café, in Oberlaa die Therme Wien. Wer nach dem Rodeln noch aufs Eis will, findet die Plätze bei den Eislaufplätzen in Wien.

Welcher Rodelhügel für wen

Auch ohne Naturschnee

Die Jesuitenwiese wird ab minus zwei Grad beschneit und ist bis 21 Uhr beleuchtet. Die Hohe-Wand-Wiese hat Kunststoffmatten, auf denen auch im Grünen gerodelt wird.

Mit kleinen Kindern

Kurze, flache Hügel gibt es im Schweizergarten, im Alois-Drasche-Park und im Wasserpark, alle an einer U-Bahn. Die Obere Kreuzwiese am Schafberg ist breit genug für mehrere Spuren.

Lange Abfahrt in Wien

Der Rote Berg in Hietzing bringt es auf rund 280 Meter, die Hohe-Wand-Wiese auf fast 500. Am Cobenzl ist der Hang breit und der Blick über die Stadt dazu.

Richtige Rodelbahn

Der Zauberberg Semmering hat drei Kilometer mit Lift und Nachtrodeln, Tageskarte mit Leihrodel ab 67 Euro. Mönichkirchen und Annaberg sind die Alternativen mit Verleih an der Talstation.

Häufige Fragen zum Rodeln in Wien

Wo kann man in Wien rodeln?

Auf den Hügeln in den städtischen Parks, die die Stadt bei genug Schnee als Rodelplätze freigibt: Jesuitenwiese, Schweizergarten, Alois-Drasche-Park, Kurpark Oberlaa, Wasserpark, Pötzleinsdorfer Schlosspark, dazu die Naturhänge am Cobenzl, am Roten Berg und auf der Hohen-Wand-Wiese. Alle sind gratis.

Wo gibt es in Wien Kunstschnee zum Rodeln?

Nur auf der Jesuitenwiese im Prater. Die Stadt beschneit den Hügel, sobald es minus zwei Grad hat, und beleuchtet ihn bis 21 Uhr. Auf der Hohen-Wand-Wiese liegen Kunststoffmatten, die auch ohne Schnee funktionieren.

Wie lang sind die Wiener Rodelhügel?

Die Parkhügel sind 30 bis 60 Meter lang, wie auf der Jesuitenwiese. Der Rote Berg in Hietzing bringt es auf rund 280 Meter, die Hohe-Wand-Wiese auf fast einen halben Kilometer.

Wo ist die nächste Rodelbahn bei Wien?

Am Semmering, eine Stunde mit Auto oder Zug: Die Erlebnisrodelbahn am Zauberberg ist drei Kilometer lang, mit Kabinenbahn hinauf und Beleuchtung am Abend. Die Tageskarte samt Leihrodel kostete in der Saison 2025/26 ab 67 Euro.

Gibt es in Wien einen Rodelverleih?

An den Parkhügeln nicht, dort bringt jeder seine Rodel oder seinen Bob mit. Verleih gibt es an der Hohen-Wand-Wiese, wenn der Winterbetrieb läuft, und in den Skigebieten Semmering, Mönichkirchen und Annaberg an der Talstation.

Darf man in Wien auf Straßen rodeln?

Nein. Die Stadt hat zuletzt keine Rodelstraßen mehr gesperrt, gerodelt wird nur in Parks und auf Wiesen. Wer es ruhiger will, geht unter der Woche am Vormittag, am Wochenende sind Cobenzl und Jesuitenwiese bei Schnee voll.